Die Ge­schich­te

Mitsujo Maeda, war einer von fünf Kodokans Top-Bodenkampf-Experten (Ne-Waza), welcher Judos Gründer Kano Jigoro in Übersee geschickt hat, um seine Kunst in der Welt zu demonstrieren und zu verbreiten. Maeda hat als Teenager zuerst Sumo trainiert. Sein Interesse wechselte zu Judo aufgrund der Erfolgsgeschichten von Kodokan Judo über Jujutsu bei den damals stattfindenden Wettkämpfen. Er wechselte dann von Sumo zu Judo und wurde Schüler von Jigoro Kano. Maeda verließ Japan im Jahr 1904 und besuchte eine Reihe von Ländern, um "Jiu-Do"-Demonstrationen zu geben und Herausforderungen von Ringern, Boxern, Savatekämpfern und verschiedenen anderen Kampfkünstlern anzunehmen, bevor er schließlich am 14. November 1914 in Brasilien ankam.

Gastão Gracie war Geschäftspartner des amerikanischen Zirkus in Belém. Im Jahr 1916 führte der italienisch-argentinische Zirkus Queirolo Brothers eine Bühnenshow vor und präsentierten Mayeda. Im Jahre 1917 beobachtete Carlos Gracie, der älteste Sohn von Gastão Gracie, eine Demonstration von Maeda im Da Paz Theater und beschloss Judo zu lernen. Maeda nahm Carlos als seinen Schüler auf. Carlos lernte die Kampfkunst für ein paar Jahre und gab schließlich sein Wissen an seine Brüder weiter.

Mit vierzehn Jahren zog Hélio Gracie, der jüngste der Brüder, mit seinen älteren Brüdern ein, die in einem Haus in Botafogo lebten und dort traditionelles japanisches Jiu-jitsu lehrten. Nach der Empfehlung eines Arztes war Hélio die nächsten Jahre darauf beschränkt seinen Brüdern beim Unterricht zu zu schauen. Im Laufe der Zeit entwickelte Hélio Gracie allmählich Gracie Jiu-Jitsu als eine weichere, pragmatische Anpassung von Judo, da er nicht in der Lage war, viele Judobewegungen durchzuführen, bei der die gegnerische Kraft direkt erwidert werden muss. Mit der Zeit entwickelte Helio Gracie ein System, welches sich auf Bodenkampf konzentriert, im Gegensatz zum Judo, welches sich Wurftechniken fokussiert. Jahre später forderte Helio Gracie Judos Legende Masahiko Kimura heraus. Auf Grundlage von Kimuras Buch My Judo, dachte er im Jahr 1951 zum Zeitpunkt seines Kampfes, dass Hélio Gracie den 6. Dan im Judo hatte. Allerdings gibt es keine Kodokan-Aufzeichnung, wo irgendwelche Dan-Grade im Judo von Hélio Gracie registriert sind. Aber es ist nicht ungewöhnlich, dass ausländische Judoka-Grade höher sind als die offiziell von der Kodokan gewährte und aufgezeichnete, da Kodokan-Grade unabhängig gehalten werden und viel strengere Anforderungen haben.

Obwohl das brasilianische Jiu-jitsu (BJJ) weitgehend mit der Gracie-Familie identifiziert wird, gibt es auch eine weitere herausragende Abstammung von Maeda über einen anderen brasilianischen Schüler: Luis França. Diese Linie wurde vor allem von Oswaldo Fadda vertreten. Fadda und seine Schüler waren berühmt für den einflussreichen Einsatz von Fußhebeln. Diese Abstammung lebt noch durch Faddas Verbindungen zu den heutigen Teams Nova União und Grappling Fight Team.

Quelle: Wikipedia